Die Bond-Strickmaschine der 1980er Jahre

Bereits in den 1980er Jahren entwarf ein Engländer namens Roger Curry eine Strickmaschine, die einfach zu bedienen war und maschinengestrickte Kleidungsstücke herstellen konnte, die aussahen, als wären sie von Hand gestrickt worden. Was er schuf, war die Bond-Strickmaschine, eine sehr einfache, manuell betriebene Maschine.

Es wurde "Bond" genannt. Nach einer berühmten Einkaufsstraße im Zentrum von London, die Roger Curry damals als "Inbegriff des britischen Modesinns" bezeichnete. Und die Bond Street ist heute genauso bekannt für ihre gehobenen Modegeschäfte wie Mitte der 1980er Jahre.

Die ersten in Großbritannien verkauften Bond-Strickmaschinen waren die Bond Original und später die Bond Classic. Diese Maschinen konnten alle gängigen Garne verarbeiten, einschließlich Wolle, Baumwolle, Mohair und sogar handgesponnener Wolle, aber es war nicht gut zu verarbeiten, Garne, die feiner waren als Grobstrick. Diese Strickmaschinen waren so einfach, dass sich beispielsweise Handstrickmuster für Pullover an sie hätten anpassen können.

1988 wurde die Strickmaschine Bond Elite eingeführt, die neben den stückigeren Garnen auch 4-lagige und Doppelstrickgarne verarbeiten konnte. Die Bond Elite wurde komplett mit einem Zeilenzähler, Hilfsmitteln zum Erstellen ausgefallener Stiche, einem Nadelschieber, einem bebilderten Anleitungsbuch und einem Anleitungsvideo geliefert, in dem gezeigt wurde, wie die Maschine eingerichtet und damit gestrickt wird. Ein innovativer Aspekt dieses speziellen Modells waren die vier doppelseitigen Schlüsselschilder, die unterschiedliche Stichgrößen ermöglichten. Durch Drehen konnten sie auch zum Stricken von Bildern (so genannte Intarsien) verwendet werden.

Ein Nachteil der Bond-Strickmaschine war, dass keine Rippstrickerei möglich war. Wenn Sie einen Pullover mit geripptem Saum und Bündchen stricken, muss das Kleidungsstück aus der Maschine genommen werden, um die Rippung von Hand zu stricken. Aber bis 1989 war ein Rippenaufsatz erhältlich. Bond-Strickmaschinen sind nach wie vor beliebt, leicht und praktisch wartungsfrei und können in Großbritannien immer noch gebraucht gekauft werden.